Scheidenpilz in der Schwangerschaft

Scheidenpilzinfektionen (Vaginalmykosen) sind unter Frauen sehr weit verbreitet. In den meisten Fällen ist der Hefepilz Candida albicans Auslöser dieser Erkrankung. Scheidenpilz ist grundsätzlich eine harmlose Krankheit, die damit verbundenen Symptome sind aber äußerst unangenehm und können das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen. Eine Vaginalmykose kann im Normalfall vollkommen unkompliziert mit rezeptfreien Medikamenten aus der Apotheke selbstständig behandelt werden. Tritt Scheidenpilz allerdings während der Schwangerschaft auf, ist von einer Selbstbehandlung abzuraten. Wenn Sie ein Kind erwarten und eine vaginale Pilzinfektion bei sich vermuten, sollten Sie unbedingt Ihren Gynäkologen aufsuchen.

Ursachen und Symptome

Während der Schwangerschaft ist die Entstehung von Scheidenpilz begünstigt, weswegen viele Schwangere Bekanntschaft mit einer Pilzinfektion machen. Durch Umstellungen im Hormonhaushalt verändert sich die Zusammensetzung der Vaginalflora und folglich können sich Hefepilze stärker vermehren. Wenn Sie an einem oder mehreren der folgenden Symptome leiden, haben Sie sich mit großer Wahrscheinlichkeit mit Scheidenpilz infiziert:

  • anhaltend starker Juckreiz im Genitalbereich
  • gerötete und gereizte Schleimhaut
  • leicht geschwollene Schamlippen
  • weißlich-gelber Ausfluss mit bröckliger Konsistenz
  • Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen

Eine Vaginalmykose in der Schwangerschaft stellt keinen Grund zur Panik dar. Dennoch sollten Sie unbedingt einen Frauenarzt aufsuchen, wenn Sie vermuten, an Vaginalpilz erkrankt zu sein. Da die natürliche Hautbarriere im Intimbereich stark beeinträchtigt wird, können auch andere Keime leichter in die Scheidenschleimhaut eindringen. Außerdem kann eine Pilzinfektion während der Schwangerschaft auch Konsequenzen für das Kind nach sich ziehen.

Vaginalpilz während der Geburt

Wird die Scheidenpilzinfektion nicht behandelt, besteht die Gefahr, dass sich das Kind während dem Geburtsvorgang mit den Pilzerregern ansteckt. Der Hefepilz wird im Geburtskanal von der Mutter auf das Kind übertragen und löst eine Pilzerkrankung beim Neugeborenen aus, die sich als Soor im Mundbereich oder als Candidose im Windelbereich äußern kann. Obwohl beide Hauterkrankungen harmlos sind, leidet Ihr Baby unter den dadurch verursachten unangenehmen Symptomen.

Behandlung von Scheidenpilz in der Schwangerschaft

Glücklicherweise lässt sich Scheidenpilz auch bei schwangeren Frauen unkompliziert behandeln. Gynäkologen verschreiben ihren Patientinnen zum Beispiel Medikamente mit dem bewährten Wirkstoff Clotrimazol. Diese Präparate werden in Form von Cremes oder Vaginaltabletten lokal angewendet und bekämpfen den Pilz rasch. Sollten Sie schwanger sein und Symptome entdecken, die auf Scheidenpilz hinweisen, sollten sie umgehend ihren Arzt aufsuchen um die geeignete Therapie zu besprechen.

 

 

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