Scheidenpilz in der Stillzeit

Bei etwa 30 Prozent der schwangeren Frauen kann im letzten Drittel der Schwangerschaft der Hefepilz Candida albicans in der Scheide nachgewiesen werden. Während der Schwangerschaft und Stillzeit muss eine Scheidenpilzinfektion mit besonderer Vorsicht behandelt werden, um die Gesundheit des Kindes nicht in Gefahr zu bringen. Dennoch muss die Infektion bekämpft werden, damit sie sich nicht ausbreitet und die Symptome gelindert werden. Dabei muss aber besonders auf das Wohl des Kindes Acht gegeben werden.

Scheidenpilz in der Stillzeit nicht einfach selbst behandeln

Obwohl in der Apotheke rezeptfreie Medikamente zur Behandlung einer vaginalen Pilzinfektion erhältlich sind, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, wenn Sie während der Stillzeit an Scheidenpilz erkranken. Dieser wird nach der Abklärung der Beschwerden über den Einsatz eines lokal wirksamen Antimykotikums zur Therapie entscheiden.

Zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen

Jede Mutter will nur das Beste für Ihr Kind. Während einer Scheidenpilzinfektion können sie durch bestimmte Maßnahmen im Alltag gegen die Erkrankung vorgehen und gleichzeitig die Ansteckungsgefahr für Ihr Kind senken. Waschen Sie sich vor und nach der Anwendung des pilzbekämpfenden Medikaments gründlich die Hände. Tun Sie dies auch, bevor Sie Ihr Kind in die Arme nehmen. So können sie verhindern, dass Ihr Kind mit den Medikamenten in Berührung kommt. Außerdem dämmen Sie dadurch die Gefahr einer Übertragung der krankmachenden Keime ein. Verwenden Sie zur Reinigung Ihres Intimbereichs nur milde Mittel und achten Sie bei jedem Toilettengang auf ein gewissenhaftes Säubern von „vorne“ nach „hinten“. Gleiches gilt auch für Ihr Kind! Tragen Sie luftige, atmungsaktive Kleidung und verwenden Sie luftdurchlässige Windeln für Ihr Neugeborenes, um die Entstehung eine pilzbegünstigenden Klimas zu vermeiden. Eine ausgewogene, vollwertige Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse stärkt das Immunsystem und in Folge können die Erreger viel effektiver bekämpft werden. Außerdem gelangen Vitamine und Mineralstoffe in die Muttermilch und tragen zur gesunden Entwicklung Ihres Kindes bei.

 

 

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