Hautpilz

Behandlung von Hautpilz

Hautpilz-Symptome lindern

Pilzerreger sind widerstandsfähig und ziehen sich häufig in unzugängliche Körperregionen zurück, wo sie einer Therapie gelegentlich über längere Zeit trotzen. Eine hartnäckige Infektionserkrankung und eine entsprechend lange Therapiedauer können die Lebensqualität Betroffener erheblich einschränken. Je früher Sie mit der Bekämpfung der Infektion beginnen, desto schneller können Sie vom Behandlungsergebnis profitieren und sich über nachlassenden Juckreiz, ein besseres Hautbild und mehr körperliches Wohlbefinden freuen.

Wie erfolgt die Behandlung bei einem Hautpilz?

Hautpilz wird durch parasitisch lebende Mikroorganismen hervorgerufen, die sich von der Hornsubstanz der Haut ernähren. Es handelt sich hierbei um winzige Pilze, meist Fadenpilze (Dermatophyten), seltener auch um Hefe- oder Schimmelpilze. Um die Pilzinfektion zurückzudrängen, müssen die Erreger direkt bekämpft werden. Eine wirksame Hautpilz-Behandlung beschränkt sich deshalb nicht auf die Symptome wie z. B. den Juckreiz. Je nach Wirkstoff dämmt sie das Wachstum und die Vermehrung der Pilze so stark ein, dass die Infektion schließlich zurückgeht, oder sie tötet den Pilz ab. Man spricht hierbei von einer antimykotischen Wirkung. Mit dem Eindämmen bzw. Abtöten der Erreger zeigt sich auch rasch eine Linderung der Symptome. Die Apotheke bietet eine Reihe von Arzneimitteln, mit denen Sie bei Hautpilz die Symptome je nach der Art der Erkrankung und betroffener Körperregionen gezielt bekämpfen können. Bei allen Therapiemaßnahmen spielen sogenannte Antimykotika eine Hauptrolle. Diese Medikamente stoppen die Vermehrung der Pilzerreger bzw. töten diese ab und bekämpfen die Infektion. Dabei stehen jeweils auf die unterschiedlichen Einsatzbereiche abgestimmte Arzneistoffe zur Verfügung. Ein wirksames Medikament zur Behandlung von Hautpilzinfektionen (ein Antimykotikum) reicht in der Regel aus, um Hautpilz in wenigen Wochen loszuwerden. In den meisten Fällen ist eine Selbstbehandlung bequem und zuverlässig möglich.

Worauf sollte man bei der Behandlung achten?

Entscheidend für die erfolgreiche Bekämpfung von Pilzerkrankungen ist eine richtige, gründliche und konsequente Behandlung. Die Behandlungsdauer hängt u.a. vom Ausmaß und der Art der betroffenen Stelle ab und dauert in der Regel zwischen 2 und 6 Wochen. Der schnelle Rückgang der Symptome verleitet viele Betroffene dazu, die Behandlung schon nach ein paar Tagen zu beenden. Um eine Pilzerkrankung dauerhaft zu bekämpfen, ist jedoch nicht nur das schnelle Abklingen der Symptome entscheidend. Wesentlich ist die vollständige Beseitigung der Pilzerreger sowie eine anhaltende Erholung der betroffenen Hautstellen. Um das zu erreichen, sollte auch bei rascher Besserung über das Verschwinden aller Krankheitszeichen hinaus weiterbehandelt werden. Die Behandlungsdauer richtet sich dabei nach Erkrankungsart. Lesen und beachten Sie die dazu die jeweilige Packungsbeilage.

Wie lange dauert die Behandlung?

Die Behandlungsdauer richtet sich nach Erkrankungsart und Produkt. Bei konsequenter täglicher Anwendung ist die Behandlung von Haut-oder Fußpilz meist innerhalb von 3-4 Wochen abgeschlossen. Verlängern Sie Ihre Behandlung im Zweifelsfall zur Sicherheit noch um einige Tage.

 

Behandlung mit Hausmitteln

Ist die Entscheidung gefallen, die Hautpilz-Behandlung selbst durchzuführen, begeben sich viele zunächst im Internet auf die Suche nach geeigneten Mitteln. Immer wieder tauchen dort auch vermeintlich wirksame Hausmittel auf, von denen versprochen wird, dass sie Pilz schnell, effektiv und nebenwirkungsfrei bekämpfen. Einige der am häufigsten genannten Mittel dieser Art sind Essig oder Essigessenz, ätherische Öle wie Teebaumöl und Lavendelöl, Kokosöl, Backpulver, schwarzer Tee, Knoblauch, Honig, Kräuterwickel mit Salbei oder Kamille sowie Salzwickel. Mit einigen dieser angeblichen Wundermittel sollen die betroffenen Hautpartien eingerieben werden, in anderen müssen sie gebadet werden, und wieder andere dienen zur Anfertigung feucht-warmer Wickel. Allen diesen Hausmitteln werden antimykotische Kräfte nachgesagt. Tatsache ist jedoch, dass die Wirksamkeit dieser Mittel medizinisch nicht oder zumindest nicht in ausreichendem Maße nachgewiesen werden konnte. Stattdessen droht jedoch bei einigen dieser Mittel eine Verschlimmerung der Infektion, weil die Haut zusätzlich strapaziert wird (Essig) oder aber ideale Wachstumsbedingungen für den Pilz geschaffen werden (feucht-warme Wickel). Hausmittel eignen sich deshalb nicht für die Hautpilz-Behandlung.

In welchen Fällen sollte man bei Hautpilz zum Arzt gehen?

Entschlossenes Handeln ist die Basis für den Behandlungserfolg bei Hautpilz. Je eher zielgerichtete Abwehrmaßnahmen den Pilzerreger treffen, desto weniger Gelegenheit hat er, sich auf weite Hautareale auszubreiten und sich in schwer zugänglichen Regionen anzusiedeln. Bei klarer Diagnose lässt sich Hautpilz in der Regel im Rahmen einer disziplinierten Selbstbehandlung mit rezeptfreien Mitteln aus der Apotheke bekämpfen. In einigen Fällen ist jedoch medizinischer Rat unerlässlich und eine Ärztin/-ein Arzt sollte zurate gezogen werden.

Ärztlicher Rat bei unklarer Diagnose

Leicht aufgeweichte, gerötete Haut, die weißlich schuppt und juckt, gibt mögliche erste Warnsignale für die Aktivität eines Pilzes. Aus der Perspektive des betroffenen Laien sind Pilzerkrankungen meist nicht unmittelbar von anderen Beeinträchtigungen der Hautoberfläche wie Ekzemen, Schuppenflechte oder bakteriellen Infektionen zu unterscheiden. Weil eine zielgerichtete Behandlung jedoch die genaue Kenntnis der Krankheitsursachen voraussetzt, liegt es in der Verantwortung des Arztes, die Beschwerden abzuklären und die Diagnose zu stellen. Betroffene, die nicht zum ersten Mal an einer Mykose leiden, ihre Symptome richtig zuordnen können und mit den Schritten einer wirksamen Therapie vertraut sind, können ohne Umschweife mit der Selbstbehandlung beginnen. Zeigt sich ein ungewohnter Krankheitsverlauf oder treten Symptome erstmals auf, ist medizinischer Rat unerlässlich.

Bekämpfung wiederkehrender Mykosen

Pilze zählen zu den Lebenskünstlern unter den Mikroorganismen. Sie breiten sich unter günstigen Bedingungen rasch aus und sind in der Lage, auch bei vorübergehend widrigen Umweltbedingungen erfolgreich zu überdauern. Bei Pilzerkrankungen, die immer wieder aufflammen, obwohl sie zunächst erfolgreich zurückgedrängt schienen, muss die Ärztin/der Arzt die Ursachen abklären und möglicherweise nach Schwächen des Immunsystems forschen.